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10. Mai 2022

Mehr als Wein verkosten

Die Gipsmine von Terra Vinea hat mit permanent 16 Grad Temperatur perfekte Konditionen für den Weinausbau. Besuchern wird in dieser unterirdischen Kathedrale eine Licht- und Tonshow geboten. © Terra Vinea

Weinliebhaber stoßen im Departement Aude auf ein abwechslungsreiches Programm mit unterhaltsamen Aktivitäten.

Unter Weintourismus verstand man lange, dass weinaffine Reisende ein Weingut nach dem anderen abklappern. Das Programm beschränkte sich meist auf Weinverkostungen. Die Frage, wie man Interessierte auf sein Weingut lockt, trug dazu bei, dass Weinliebhaber heutzutage auf kreative Programmpunkte treffen, ihr Wissen erweitern und nicht selten ins Staunen geraten. Die Weinlagen des Departements Aude trumpfen dabei mit Abwechslung. Winzer erzählen ihre Geschichten, von ihren Rückschlägen und was sie antreibt, trotzdem ihrer Leidenschaft nachzugehen. Bei einem Cuvée-Workshop lernt man, wie ein runder Wein zustande kommt. Unterhaltsame Besichtigungen mit Licht- und Tonshows sprechen die Emotionen von Weinfans an, während eine Übernachtung auf einem Weingut, die Gäste vollends ins Imperium von Bacchus eintauchen lässt. Wir geben ein paar Tipps, um zu veranschaulichen wie innovativ sich Weinreisen ins Departement Aude gewandelt haben.

Besuch beim leidenschaftlichen Bio-Winzer
Wer die Website von Alain Cavailles besucht, möchte unweigerlich seine edlen Tropfen verkosten. Kohärenz und Leidenschaft sind sein Motto, das er mit Fleisch und Blut lebt. Seit 2009 ist er mehr als überzeugter Bio-Winzer. Die Anbaufläche hat er halbiert, damit er die Verarbeitungsprozesse besser überwachen und so für die makellose Qualität seiner Weine und Crémants garantieren kann. Sein Weingut befindet sich in Magrie im Vallée du Limouxin. Wenn es Weinliebhaber besichtigen, lauschen sie aufmerksam seinen Geschichten über seine Arbeit, den Vinifizierungsmethoden und seinen tiefen Überzeugungen sowie seinem Respekt vor der Natur. Eine Einführung in die Weinverkostung rundet den Besuch ab und ladet dazu ein, ein paar Fläschchen seiner Elixiere zu erstehen. Wer inmitten der Reben übernachten möchte, mietet die Ferienwohnung für 4-5 Personen. Das wäre dann Weinurlaub pur. Für die Besichtigung ist eine Reservierung erforderlich. Ferienwohnung auf dem Weingut ab € 110/Nacht. Mehr Infos

Hoch zu Ross durch die Weinberge ziehen
Ihr Vater, Michel Niemans, baute in den 60ern den Bauernhof „Le Plo“ auf. Mit seiner Frau Dominique organisierte er erstmals in den 90ern Reitwanderungen für Gäste. Nun hat Alizée, die Tochter, die Zügel übernommen und leitet das Projekt der Eltern weiter. Mit Pferde- und Weinliebhabern zieht sie durch die Corbière-Weinlagen des Departements Aude und bietet dabei die verschiedensten Formeln und Touren an. Zum Reinschnuppern ist eine halbtägige Reitwanderung durch die Weinberge optimal. Der Ausflug startet im Dorf Montlaur und gewährt ein überwältigendes Panorama über die Corbières. Nach rund zwei Stunden auf dem Pferderücken und übers Massif des Val-de-Dagne besichtigt man eines der zahlreichen Weingüter, wo man die bekannten Corbières-Weine verkostet. Nicht nur, dass man bei der Tour gleich zwei Leidenschaften verbindet. Es ist eine der schönsten Gelegenheiten die Tropfen von Corbières näher kennenzulernen. Mehr Infos

Den eigenen Cuvée kreieren
Böse Zungen sprechen von Panscherei. Schöner hört es sich an, wenn man von „Assemblage“ oder einem Cuvée-Wein spricht. Die Sonne Südfrankreichs hat enorme Kraft und das merkt man auch den Weinen an. Damit sie beim Genießen ein rundes Geschmackserlebnis im Gaumen hinterlassen, kommen Önologen nicht umhin, die verschiedenen sortenreinen Weine zu „verheiraten“. In etwa drei Stunden gewinnt man im Château Auzias, unweit von Carcassonne, einen Einblick in das Handwerk des Oenologen. Mit einer Weinverkostung lernen die Lehrlinge zuerst die Prototypen kennen und bereitet den Gaumen vor. Glas, Spucknapf und Zusammenstellungstabelle sind die Werkzeuge des Zaubers. Danach werden mit dem Messzylinder in der Hand die vier sortenreinen Weine zum Cuvée vereint. Je nach individuellen Vorzügen variieren die angehenden Önologen die Assemblage, füllen sie in Flaschen ab und kleben ihr eigenes Etikett darauf. Wer diesen Workshop besucht hat, gewinnt ein tieferes Verständnis für den Cuvée und wird bestimmt nie wieder von Panscherei sprechen. Mehr Infos

Weingeheimnisse im Untergrund
Ein Abtauchen in die Welt der Corbières-Weine ist im wahrsten Sinne in Portel-des-Corbières bei Narbonne möglich. Die Winzer der Ortschaft übernahmen dort eine stillgelegte Gipsmine. Sie hat den Vorteil, dass sie jahrein jahraus permanent eine Temperatur von 16 Grad aufweist, was sich für den Weinausbau perfekt eignet. Zuerst steigen die Gäste in einen Zug, der sie durch die Weinberge führt und schließlich zum Eingang der Mine. Dort geht es zu Fuß weiter durch eine Galerie hinab bis zur sogenannten Kathedrale, dem höchsten Stollen. Hier lagern die Winzer rund 1.500 Barrique-Fässer voll Wein während eine Licht- und Tonshow die Besucher in Faszination versetzt. In weiteren Räumen der Mine besichtigt man eine nachgebildete römische Villa und folgt dem Weinbau bis zur Römerzeit. Ebenso gibt es eine mittelalterliche Taverne und ein Museum über die Arbeit im Weinberg zu bestaunen. Mit einer Verkostung der Weine wird die Besichtigung abgeschlossen. Das Abenteuer dauert rund eineinhalb Stunden. Deutschsprachige Kommentare gibt es per Audioguide. Mehr Infos

Mit Prestige auf dem Weingut übernachten
Es ist schon der dritte Streich der Familie Bonfils. Nach der Eröffnung zweier Schlosshotels in den Weinbergen des Héraults eröffnete die Hotelier-Familie das Château Capitol. Das Haus ist ganz dem Weintourismus gewidmet und liegt in der Stadt Narbonne idyllisch mit Blick auf die Weiher der Umgebung. Das Château Capitol ist ursprünglich ein authentisches Weingut aus dem 19. Jahrhundert. Es thront inmitten des 100 Hektar großen Anwesens bestehend aus Weinbergen und Kiefernwäldern. Wie die besten Weine Frankreichs versteht sich das Schlosshotel wie eine gelungene Assemblage. Die Kombination der edelsten Zutaten: die Ausstattung eines Luxuxhotels, die Intimität einer Privatvilla, die Authentizität eines aktiven Weinguts und das Ambiente und der entspannte Service eines Privatclubs. Das Hotel selbst bietet lediglich 8 Zimmer und Suiten, einen Spa und ein Gourmet-Restaurant. Unmittelbar daneben gibt es zusätzlich 44 Villas mit Selbstversorgung. Auf dem Weingut verkostet man die Weine der Winzerfamilie Bonfils. Mehr Infos

Inspirationen zur Destination:
https://www.audetourisme.com/en/
https://visit-lanarbonnaise.com/de

Bilder zur Pressemitteilung:
https://i13.mnm.is/anhang.aspx?ID=0ae207f22120470843

Pressekontakt und weitere Auskünfte:
Ducasse Schetter PR – Wielandstr. 31 – 60318 Frankfurt/Main – Deutschland
Caroline Ducasse, cd(at)ducasse-schetter(dot)com, Tel +49 69 97 69 16 39

Bild Header: Alain Cavailles vom Weingut Domaine le Moulin d’Alon, © Alain Cavailles

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10. März 2022

Zwischen Bergen und Meer

Im sonnigen Narbonne startet die Radtour zwischen zwei Meeren entlang des Canal de la Robine
© O. Octobre / Méditerrannée à Vélo / ADT Aude

Das südfranzösische Departement Aude trumpft mit einer Fülle an unterhaltsamen Aktivitäten.

Die einmalige Lage zwischen Mittelmeer und Pyrenäen bietet Aktivurlaubern eine Palette an Ausflugsmöglichkeiten. Radler erkunden entlang des Canal de la Robine die Lagunenlandschaft, während Familien mit Eseln die Weinberge der Corbières durchkreuzen. Wer hoch hinaus will, dem bietet der Fernwanderweg, „Sentier Cathare“, ganze 250 Kilometer, auf denen sich eine Katharer-Burgruine nach der anderen reiht. Liebhaber des französischen Films huldigen dem kürzlich verstorbenen Regisseur, Jean-Jacques Beineix, am Strand von Gruissan – ein Spot für Wassersport-Aktivitäten.

Radeln zwischen zwei Meeren
Wer das Meer liebt, kommt um eine Radtour entlang des Canal de la Robine nicht umhin. Der Kanal verbindet das Meer mit dem Fluss Aude und mündet weiter in den Canal du Midi. Auf dem Streckenabschnitt zwischen Narbonne und dem Städtchen Port-la-Nouvelle entdecken Radler die typische Lagunenlandschaft der Küste des Languedoc. Mit Start in Narbonne, ab etwa der Hälfte der Route, verläuft der Canal de la Robine auf einer Landzunge, die wie eine faszinierende Laune der Natur erscheint. Denn das Streifchen Land ist von den beiden Salzseen „Etang de Bages et de Sigean“ und dem „Etang de l’Ayrolles“ umgeben. Der Radweg verläuft auf dem Treidelpfad neben dem Kanal. Angekommen in Port-la-Nouvelle wartet der Strand für ein Päuschen am Mittelmeer. Die ganze Radtour ist etwa 24 Kilometer lang, was in rund einer Stunde vierzig gut zu schaffen ist. Wer nicht zurückradeln möchte, nimmt den Regionalzug nach Narbonne. Mehr Infos

Mensch, Tier und Natur in harmonischer Entwicklung
Zwischen den Metropolen Carcassonne, Narbonne und Perpignan gelegen ist das Gebiet Corbières-Fenouillèdes ein gern besuchter Naherholungsraum. Radtouren durch die Weinberge oder Wanderungen gehören zu den beliebtesten Aktivitäten. Seit September 2021 gehört die Gegend zu den Reservaten mit dem Label „Parc Naturel Régional“. Regionale Naturparks sind im Gegensatz zu den Nationalparks mit zentraler Schutzzone bewohnte Gebiete, die eine Entwicklungsdynamik verfolgen. Sie sollen vor allem das natürliche, kulturelle und menschliche Erbe schützen und aufwerten. Dabei wird eine innovative Politik der Raumplanung und der wirtschaftlichen, sozialen sowie kulturellen Entwicklung verfolgt, die die Umwelt schützt und respektiert. Neben dem regionalen Naturpark Narbonnaise en Méditerrannée ist das Gebiet von Corbières-Fenouillèdes der zweite dieser Art im Departement Aude. Im neuen Naturpark bietet sich zudem an, die Winzer der geschützten Ursprungsbezeichnung Corbières AOP aufzusuchen und deren Weine zu verkosten. Mehr Infos

Gruissan und sein filmreifer Strand
Liebhaber des französischen Kinos trauerten im Januar 2022 um den Filmregisseur, Produzenten und Drehbuchautoren Jean-Jacques Beineix. Sein Kultfilm aus den Achtzigern, „Betty Blue – 37,2 Grad am Morgen“, war mit einem Oscar als bester fremdsprachiger Film nominiert und machte den Strand von Gruissan weltweit bekannt. In der Tat hat er wie das Städtchen das Zeug als außergewöhnliche Kulisse herzuhalten. Direkt an den Salinen gelegen versprüht Gruissan Charme mit eigenartigem Charakter. Rund um den Barbarossa-Turm bildete sich das Dorf. Im Hintergrund die Pyrenäen, am Meer der Yachthafen mit den Restaurants und dann dieser merkwürdig gestaltete Strand mit kunterbunten Chalets auf Pfählen, die im Film als unverwechselbare Kulisse dienen. Wer auf tolle Fotomotive steht oder auf den Spuren von Kinoklassikern reist, kommt an Gruissan nicht vorbei. Mehr Infos

Mit Sweety und Diva durch die Heide
Bei einem Familienurlaub will man den Nachwuchs auf Trab halten. Wenn die Eltern die landschaftlichen Highlights erkunden möchten, ist Wandern die bevorzugte Aktivität, um die Gegend im langsamen Rhythmus zu entdecken. Laufen ist aber für die Kleinen meist nur begrenzt attraktiv. Um die Racker zu begeistern, hilft, wenn ein Esel als Gepäckträger dabei ist. Ab Villerouge-Termenès in den Haute Corbières können Familien bei Les Aneries Cathares Entdeckungstouren mit Sweety und Diva buchen. Es werden verschiedene Möglichkeiten angeboten. Halb- oder Ganztagestouren gibt es schon ab 45 Euros für die Begleitung mit einem Esel. Abenteuerlustige greifen gleich zu den längeren Touren mit Biwak oder Mehrtageswanderungen, um die Katharerburgen zu entdecken, die köstlichen Corbières-Weine zu verkosten und die Heidelandschaft des Departements Aude vollends auszukosten. Bei „Les Aneries Cathares“ wird auch Deutsch gesprochen. Mehr Infos

„5 Kilomètres à Pied“…
Wer lernte das Lied nicht im Französisch-Unterricht? Der Fernwanderweg „Sentier Cathare – GR 367“ tischt Wanderern ganze 250 Kilometer auf. Vom Mittelmeer bis zu den Pyrenäen führt er über die Bergkämme entlang der ehemaligen Grenze zwischen den Königreichen Frankreich und Aragon. Gesäumt wird die Route von beeindruckenden Burgruinen, teils in schwindelerregender Höhe erbaut, die im Mittelalter den verfolgten Katharern Schutz boten. Während Geschichtsinteressierte auf den Spuren des Albigenserkreuzzugs wandeln und den Wissenshunger stillen, kommen Naturfreunde ebenso auf ihre Kosten. Die bezaubernden Landschaften des Midi, leckere Spezialitäten, edle Tropfen und vieles mehr gestalten das Wandererlebnis vom Tarn bis ins Aude und ans Mittelmeer. Für die ganze Fernwanderung rechnet man mit etwa zwölf Etappen. Aber auch einzelne Ausschnitte sind ein tolles Erlebnis. Mehr Infos

Inspirationen zur Destination:
https://www.audetourisme.com/en/
https://visit-lanarbonnaise.com/de

Bilder zur Pressemitteilung:
https://i13.mnm.is/anhang.aspx?ID=0ae207f94070127557

Pressekontakt und weitere Auskünfte:
Caroline Ducasse, cd(at)ducasse-schetter(dot)com, Tel +49 69 97 69 16 39

Bild Header: Der filmreife Strand von Gruissan bei Sonnenaufgang, © C. Deschamps / ADT Aude

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16. November 2021

Alles Leckere kommt aus dem Midi

In den Salin de Gruissan lassen sich Austern stimmungsvoll verkosten, S. Alibeu / ADT Aude

Die Spezialitäten aus dem Departement Aude wirken wie Stimmungsaufheller. Vor-Ort-Genießer bekommen dazu echte Sonnenstrahlen als Bonus obendrauf.

Gegen winterliche Verstimmungen helfen manchmal lukullische Errungenschaften. Das Departement Aude im südfranzösischen Languedoc hat dabei eine ganze Apotheke an Spezialitäten, die den Gaumen garantiert in höheren Sphären schwelgen lässt. Einige davon lassen sich auf der Tafel für die kommenden Festtage inszenieren, andere sind tolle Seelennahrung, die sich schon über Jahrhunderte als Hausmittel bewährten. Eines haben sie aber gemeinsam. Hinter ihnen stehen leidenschaftliche Menschen, die mit Herzblut entwickeln und produzieren. Es lohnt sich, diesen Leuten vor Ort über die Schulter zu schauen. Als Bonus gibt es ein paar Sonnenstrahlen aus dem Midi.

Digitalisierte Austern aus Leucate
Was in Frankreich Tugend ist hier manchmal noch in der Jugend und umgekehrt. In Sachen Gastronomie entspricht das eher der Tatsache. Dass zur Weihnachtszeit Austern genossen werden, verbreitet sich aber auch hierzulande. Müssen es Austern von der Atlantikküste sein? Und weshalb sollten sie besser schmecken? Christoph vom Maison Allary in Leucate experimentiert gerne und tüftelte rund um die Austernzucht. Seine Caramoun-Austern gedeihen in Tischkultur, wozu es die Tiden braucht. Da das Mittelmeer und der Mond nicht so kommunikativ sind, sprich Ebbe und Flut gering ausfallen, musste eine Lösung her. Mittlerweile kann er die Austerntische mittels Befehl auf dem Smartphone aus dem Wasser ziehen, um den Zöglingen die Ebbe vorzutäuschen. Die Caramoun-Auster weist festeres Fleisch auf und ist intensiver im Geschmack. Dafür erhielt er an der Landwirtschaftsmesse 2018 in Paris die Goldmedaille. Wer in die Austernzucht am Mittelmeer eintauchen will, der besucht das Fischerdörfchen in Leucate, wo man auch auf Christophe trifft. Es versprüht Authentizität mit den kleinen Hütten, Fischernetzen und Bergen von Austernschalen. https://www.huitre-allary.com/

Kraftfutter zum Überwintern
Ein gutes Cassoulet gehört zu den landestypischen Speisen Okzitaniens. Dass es Kraft spendet, besagt schon die Legende seiner Entstehung. Angeblich wurde es bei der Belagerung Castelnaudarys im Hundertjährigen Krieg erfunden. Die Bevölkerung, die die französischen Truppen versorgen musste, trug alles Essbare wie Speck, Saubohnen, Würste sowie Fleisch zusammen und schmorte es in einer großen Schale. Fertig war das Cassoulet, was den Soldaten soviel Kraft gab, dass sie die Engländer bis an den Ärmelkanal vertrieben. Inzwischen ersetzte man Saubohnen durch weiße Bohnen und es wird in der getöpferten „Cassole“ zubereitet. Seitdem es Prosper Montagné, ein bekannter Küchenchef aus Carcassonne, in seinem Buch „Le Festin Occitan“ rühmte, ist es in den okzitanischen Restaurants nicht mehr von der Speisekarte zu denken. Dabei gibt es das Cassoulet von Castelnaudary, von Carcassonne und von Toulouse. Drei Varianten mit unterschiedlicher Fleischbeigabe. Die Zubereitung ist aber bei allen dieselbe. Es soll auf sanftem Feuer lange geschmort werden. Dabei mischt man die gebildete Haut mehrere Male unter. Sieben Mal lautet die goldene Regel, dann geht nichts mehr schief. Mehr Infos

Von der Sonne verwöhnt, im Winter geerntet
Rund ums Mittelmeerbecken gehören Olivenbäume zum Landschaftsbild. So ist das auch im Departement Aude, wo vorwiegend die Sorte „Lucques“ gedeiht. Man erkennt sie an ihrer Halbmond-Form, dem kleinen Kern und der zarten Haut. Seit 2017 darf sie sich mit einer geschützten Ursprungsbezeichnung schmücken. Ungefähr ab November wird die Lucques-Olive traditionell von Hand geerntet, während die letzte Ölmühle auf Hochtouren läuft. „L’Oulibo“ ist die einzige Genossenschaftmühle, die dem Aude nach dem Frost von 1956 erhalten blieb. Sie setzt sich für dieses mediterrane Kulturgut ein und erhält Oliven von rund tausend Genossenschaftern aus den Departements Aude, Hérault und Pyrénées Orientales. Ob eingelegt oder zu Öl gepresst, die Qualität des Produkts steht im Vordergrund. Aber auch Besucher tauchen ins Oliven-Universum ein. Ob Tapenade-Workshop, geführte Besichtigung durch Olivenhaine, Museum oder Verkostung – die Genossenschaftmühle versteht ihre Mission im Erhalt dieses für die Region so typischen Handwerks. www.loulibo.com

Trüffelschweine und schwarze Diamanten
Zu den winterlichen Delikatessen des Südens gehört auch die schwarze Trüffel. Botanisch Tuber Melanosporum genannt verbreitet sie auf gewissen Märkten ihr unwiderstehliches Parfüm. Villeneuve-Minervois ist eines der Trüffelstädtchen des Departements Aude, wo der Edelpilz von November bis Februar quasi Omnipräsenz genießt. Denn in fast jedem Lebensmittelladen findet man Produkte, die mit Trüffel verfeinert sind. Butter mit Trüffel, Eier und Trüffel im Glas für Rührei oder Brie mit Trüffel gefüllt und vieles mehr. Die Brüderschaft „los Trufaïres de Vilanòva de Minerbés“ ist die einzige ihrer Art im Languedoc und organisiert den Trüffelmarkt sowie andere Veranstaltungen, die den schwarzen Diamanten, aber auch die Sommertrüffel promoten. Das Maison de la Truffe in Villeneuve-Minervois erklärt dabei alles, was Trüffel-Liebhaber wissen sollten und verkauft qualitätsgeprüfte Ware. Mehr Infos

Der Ahnherr des Champagners
Dank verschiedener Landschaftstypen, Bodenbeschaffenheit, Klima und der Vielfalt an Rebsorten findet man im Departement Aude acht geschützte Ursprungsbezeichnungen für Wein. Wer eine Schwäche für Schaumwein hat, sollte die AOP Limoux kennenlernen. Ab dem Jahr 1531 ist schriftlich belegt, dass die Mönche der Abtei St. Hilaire die Herstellung der Blanquette de Limoux beherrschten. Also ein gutes Jahrhundert bevor man die ersten Champagner kannte. Man geht davon aus, dass die Blanquette du Limoux einer der ersten Schaumweine der Welt ist. Heutzutage gibt es neben der Blanquette auch eine ursprüngliche Methode, die „Méthode ancéstrale“, sowie einen Crémant. Um dieses Prädikat ordentlich in Szene zu setzen, findet in einer Gemeinde der AOP jeweils am Palmsonntag-Wochenende das Event „Toques & Clocher“ statt. Es ist die Gelegenheit, die Weine direkt bei den Winzern zu degustieren. Höhepunkte der Veranstaltung sind einerseits die Weinversteigerung, die der Renovierung der Kirchentürme in den Ortschaften der geschützten Ursprungsbezeichnung dient. Andererseits findet ein Gala-Dinner statt, bei dem namhafte Chefs das Menü gestalten. https://www.limoux-aoc.com

Inspirationen zur Destination:
https://www.audetourisme.com/en/
https://visit-lanarbonnaise.com/de

Bilder zur Pressemitteilung:
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Caroline Ducasse, cd(at)ducasse-schetter(dot)com, Tel +49 69 97 69 16 39

Bild Header: Olivenöl aus der Ölmühle L’Olibou, © Ludovic Charles / ADT Aude