Gut Kirschen speisen am Fuß des Mont Ventoux

Newsticker

18. Februar 2021

Provence für die Sinne

Küstenwanderung im Département Var, © Var Tourisme / Laure Pizzocaro

Frischkost mit Frischluft verbinden

Reise-Fastenzeit gepaart mit grauem Himmel gehören zur derzeitigen Großwetterlage. Umso nettere Szenarien sollte man sich für die Zeit danach ausmalen. Die Provence und die Côte d’Azur regen nicht nur Träume an. Wanderungen im Hinterland oder an der Küste laden die Batterien auf. Wenn man dazu regionale Spezialitäten verkostet, ist das wie Balsam für die Seele. Wir geben ein paar Ideen, um dem Blues zu entkommen.

Das Vaucluse in der Kirschensaison bereisen
Ob bis zur Kirschblüte Reisen wieder möglich ist, steht noch in den Sternen. Bis zur Reife der Früchte könnten aber Ausflüge in die edelsten Kirschhaine Frankreichs wieder klappen. Die Kirschen rund um den Mont Ventoux sind nämlich die Einzigen im Land der Feinschmecker, die mit einer geschützten geografischen Angabe punkten können: „Côteaux du Ventoux“. Auf den Pariser Märkten werden sie zu Spitzenpreisen verkauft, denn laut Bestimmungen müssen sie optimale Reife sowie homogene rote Farbe aufweisen. Zudem größer als 24 Millimeter sein und von Hand gelesen werden. Sechs Sorten, darunter die Burlat-Kirsche, sind innerhalb der festgelegten Zone zugelassen, die sich vom Norden des Ventoux bis zum Süden des Luberon erstreckt und durch die Monts de Vaucluse verläuft. Siebzig Hersteller gibt es derzeit in der geografischen Angabe, die ihre Kirschen auch vor Ort verkaufen und zu normaleren Preisen als in Paris. Wer durch die Haine wandert, ob zur Blüte oder zur Saison, erhält neben einer Portion Frischluft Einblick in die Produktion und darf dabei den Gaumen verwöhnen. https://cerisescoteauxventoux.wordpress.com/

Im Var dem Meeresgott huldigen
Die Zöllnerpfade entlang der französischen Küste wurden im napoleonischen Kaiserreich eingerichtet, um gegen Schmuggler vorzugehen. Heutzutage sind es Wanderpfade, die einem auf aktive Weise die mediterrane Schönheit näher bringen. Zwischen Saint-Cyr und Bandol, Six-Fours-les-Plages und Hyères, Argentière bis Fort Brégançon, entlang dem Strand von Pampelonne oder im Esterel-Massiv: neben jodhaltiger Meeresluft beschenkt die Landschaft vor allem die Augen und das Gemüt. Dabei bietet sich ein Päuschen in einem der vielen Restaurants entlang der Strecken an, wo man den Gaumen mit Meeresspezialitäten verwöhnt. Drachenkopf, Rotbarbe, Goldbrasse oder Seebarsch werden fangfrisch zubereitet. Meeresfrüchteliebhaber freuen sich an Seeigel, Teufelskrabbe und Soupions, Mini-Tintenfische. Wer früh unterwegs ist, sollte einen Fischmarkt besuchen. Am Hafen von Sanary-sur-Mer präsentiert sich jeden Morgen ein geselliges hin und her. Fürs Aperitif mit Meeresfrüchten kehrt man ins danebenliegende Hotel-Restaurant de la Tour ein – hier waren schon Thomas Mann und viele andere Exilliteraten gern gesehene Gäste.
Wanderungen: https://www.visitvar.fr/en/have-fun/in-nature/on-foot/
Restaurants: https://www.visitvar.fr/en/taste/eating/restaurants/

Spitzenköche punkten mit Nachhaltigkeit
Die Dichte an Michelinsternen ist im Departement Vaucluse traditionell hoch. Vor Erscheinen der neuen Gastroführer-Ausgabe steigt demnach die Spannung über die Neuordnung der Konstellationen. Bei den Zugängen brillieren in diesem Jahr Jungtalente wie Camille Lacome vom Restaurant „Mère Germaine“ in Châteauneuf-du-Pape oder Mathieu Demarest vom Restaurant „Pollen“ in der Altstadt Avignons. Bemerkenswert sind seit der letztjährigen Erstvergabe die grünen Michelinsterne, die den Einsatz für nachhaltige Gastronomie hervorheben. Diese Auszeichnung wirkt ergänzend zur eigentlichen Bewertung der Küche. Im Vaucluse ergatterten gleich drei Restaurants den grünen Stern für ihre ökologischen Bemühungen: „La Fenière“ in Lourmarin, „Le Clos de l’Oustalet“ in Gigondas und „La Mirande“ in Avignon. Als Garten Frankreichs bietet das Vaucluse Spitzenköchen einerseits die Nähe zu den Bezugsquellen für frische Produkte und fördert durch die hohe landwirtschaftliche Tätigkeit die nachhaltige Entwicklung. Was von der Gastronomie beherzt wird, würdigt zurzeit nur der Guide Michelin. Speisen & Reisen im Vaucluse
https://www.provence-tourismus.de/aktivitaten/gastronomie/

Palace-Hotel mit Öko-Gemüsegarten
Saint-Tropez ist hype wie seine Klientel. So erstaunt es kaum, wenn das Hotel Byblos als erstes Luxushotel im Ort mit einem Bio-Gemüsegarten von sich reden macht. Zusammen mit der Vereinigung „Partager la Terre“ hat der Chefkoch Rocco Seminara den 300 Quadratmeter großen Fleck in Permakultur angelegt. Neben traditionellen Pflanzen fördert man auch originelle, alte und vergessene Gemüsesorten. Das schafft neue Kreationen, während der Gast neuartige Geschmacksnoten entdeckt. Wenn schon Bio-Garten, müssen auch Bienen her. Obwohl sie in klassischen Bienenstöcken hausen, wäre der Begriff Insekten-Luxushotel eigentlich treffender. Der Blütenhonig vom Byblos gibt es zum Frühstück, Gäste kaufen ihn sogar gerne als Souvenir. Sich mit der Natur zu befassen hat die Küchenbrigade zu neuem Denken angeregt, was sich vor allem an bewussteren Arbeitsprozessen zeigt. Zum Beispiel wurde Bioabfall reduziert oder man gewinnt für Zubereitungen jeglicher Art aus dem Sud von Gemüseschalen Brühe. Es versteht sich von selbst, dass das Byblos alle zugekauften Lebensmittel möglichst von lokalen Produzenten bezieht. https://www.byblos.com/en/prestations/byblos-vegetable-garden/

Themen für individuelle Recherchereisen
Recherchen vor Ort sind in Zeiten von Corona fast unmöglich geworden. Wir rechnen damit, dass dies ab Mai wieder möglich wird. Deshalb möchten wir Sie schon jetzt mit unseren Rechercheideen für die Provence und die Côte d’Azur inspirieren. Die Devise lautet, den Leser beim Klischee abholen, aber ihn mit möglichst überraschenden Inhalten auf neue Wege leiten. Zusammen mit Ihnen möchten wir die Vielfalt der Region aufzeigen und originelle Reiseideen in vertrauter Umgebung geben. Werfen Sie einen Blick in unser Magazin mit vielen pfiffigen Ansätzen in den Departements Var und Vaucluse.
Zum Download „Magazin pfiffige Ideen für Ihre Reisereportage – Provence“ bitte auf folgenden Link klicken: https://i13.mnm.is/anhang.aspx?ID=0ae207f78731297272

Bilder zur Pressemitteilung: https://i13.mnm.is/anhang.aspx?ID=0ae207f29435170315

Pressekontakt D-A-CH und weitere Auskünfte:
Ralph Schetter, rs(at)ducasse-schetter(dot)com, Tel. +49 69 97 69 16 38 oder
Caroline Ducasse, cd(at)ducasse-schetter(dot)com, Tel +49 69 97 69 16 39

Bild Header: Spaziergang in den Kirschhainen am Mont-Ventoux, © Valiz-Storiz